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Enterprise Content Management
Interview mit Dr. Kampffmeyer zum Thema ECM
Interview von Jörg Dennis Krüger, Chefredakteur von Content Management, mit Dr. Ulrich Kampffmeyer, Geschäftsführer der PROJECT CONSULT Unternehmensberatung zu aktuellen Fragen und Trends des Dokumenten-Managements (26.06.2003).
(JDK: Jörg Dennis Krüger, Content Management; Kff: Dr. Ulrich Kampffmeyer)
JDK:
Als langjähriges Mitglied des Executive Boards der AIIM und bekanntester Vertreter von Enterprise Content Management in Europa freue ich mich sehr, dass Sie die Zeit gefunden haben, uns einige Fragen zu beantworten.

Um die Definitionen klar zu stellen: Können Sie mit wenigen Worten darlegen, was Enterprise Content Management ist und es es z.B. vom Web Content Management unterscheidet?
Kff:
ECM Enterprise Content Management schließt per Definitionem WCM Web Content Management ein. ECM hat das Ziel, eine einheitliche Unternehmensinfrastruktur für die Verwaltung schwach und unstruktierter Informationen bereitzustellen. Hierfür kommen sowohl traditionelle Technologien wie Capture, Workflow, Archivierung, Outputmanagement und Dokumentenmanagement als auch neue Technologien wie Web Content Management, Wissensmanagement und Collaboration integriert zum Einsatz.
JDK:
Oft wird nur von "Content Management" gesprochen. Was verstehen Sie darunter?
Kff:
Die Begriffe CM Content Management, ECM und WCM, sowie inzwischen auch Digital Asset, Rich Media oder Media Asset Management, sind schlecht von einander abgrenzt. Einerseits wird Content Management als der universelle Übergriff benutzt, andererseits wird auch im Umfeld von ECM von integrierten Content Management Systemen gesprochen. In meinem neuen Buch "Dokumenten-Technologien: Wohin geht die Reise?" habe ich versucht diese Begriffe zu definieren und voneinander abzugrenzen.
JDK:
Für welche Unternehmen halten Sie den Einsatz von ECMS für sinnvoll?
Kff:
Im Prinzip braucht jedes Unternehmen ECM. Es ist letztlich nur eine Frage des Umfanges und Aufwandes. ECM hat die Aufgabe Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen, einheitlich bereitzustellen, von ursprünglichen Erzeuger, Zeit und Ort verfügbar zu machen. In einem kleinen Unternehmen ist dies übrigens mit Standardprodukten einfacher umzusetzen als in Großunternehmen mit einer heterogenen Infrastruktur.
JDK:
Was gehört neben der reinen Software dazu, um eine ECM Strategie erfolgreich umzusetzen?
Kff:
ECM ist vorrangig eine organisatorische Herausforderung. Strukturen und Abläufe, Zuständigkeiten und Nutzung von Informationen ändern sich. Projekte, die sich allein auf die Software oder die Infrastruktur konzentrieren sind vom Scheitern bedroht wenn nicht parallel die organisatorischen und unternehmenskulturellen Voraussetzungen für den Einsatz von ECM geschaffen werden.
JDK:
Welche Unternehmen setzen ECMS ein?
Kff:
Dies ist sehr unterschiedlich. Man kann aber konstatieren, dass es bisher nur sehr wenige unternehmensweite Lösungen gibt. Es herrschen immer noch Insellösungen vor. Der Anspruch von ECM ist je gerade Dienste für alle Anwendungen im Unternehmen einheitlich bereitzustellen, einen einheitlichen Speicherort für alle Formen von Informationen zu bieten. Hier haben unter Umständen kleinere Unternehmen eine größere Chance eine unternehmensweite Lösung zu installieren denn Großkonzerne.
JDK:
Sehen Sie einen Markt für ECM im Mittelstand?
Kff:
Gerade der Mittelstand muss in diesem Bereich aufholen um wettbewerbsfähig zu bleiben. Neben den vorhandenen Softwaresystemen benötigt man Lösungen für die E-Mail-Problematik, zur Speicherugn steuerrelevanter Daten, zur Bereitstellung von Kundendokumenten für CRM Customer Relationsship Management. Besonders im Bereich von Zulieferfirmen werden diese durch die Einbindung in die Prozesse, auch Supply Chain Management genannt, mehr oder weniger gezwungen, sich mit dem Thema Dokumenten-Technologien auseinanderzusetzen.
JDK:
Was für Probleme wurden dadurch gelöst? Können Sie dazu konkrete Beispiele aufzeigen?
Kff:
ECM löst zahlreiche Probleme. Dabei muss man zwischen Infrastruktur und Unterstützung von speziellen Fachanwendungen unterscheiden. Zu CAD-Systemen braucht man Komponenten, die ältere Stände versionieren und archivieren, im elektronischen Geschäftsverkehr müssen E-Mails mit vertraglichem und kaufmännischen Inhalt aufbewahrt und den Kundenunterlagen beigefügt werden. Im Umfeld des Produktdatenmanagements müssen Datenblätter und Beschreibungen über die Gewährleistungs- und Haftungszeiträume hinaus verfügbar gemacht werden. Elektronische Angebote oder Abschlüsse über Webseiten oder Webshops sind natürlich elektronisch aufzubewahren. Im Umfeld der Projektabwicklung wird die Standort-übergreifende Zusammenarbeit immer wichtiger. Und im Kundenservice vor ort möchte der Techniker schon mal gern auf die aktuellen Daten zum betroffenen Produkt auf dem heimatlichen Server zugreifen.

© CopyRight bei PROJECT CONSULT und bei der Content Management Redaktion 2003
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Seitentitel: Interview_CM_2003, Zitierung: http://www.PROJECT-CONSULT.com/home.asp?SR=594
Zuletzt aktualisiert am: 13.9.2003
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