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ComputerWoche Kurzinterview „SAP verkauft OpenText Produkte“
Interview von Frank Niemann, ComputerWoche, am 07.05.2007 zur Ankündigung von SAP, zukünftig bestimmte Produkte aus dem OpenText Portfolio wie z.B. die elektronische Archivierung auf die eigene Preisliste mit zu setzen.
(FN: Frank Niemann; Kff: Dr. Ulrich Kampffmeyer)


FN:
Wie eng ist das Zusammenspiel von SAP und OpenText?
Kff:
Es gab längere Zeit Gerüchte, dass SAP OpenText kaufen wolle. Dies ist aus verschiedenen Gründen nicht richtig – OpenText wollte selbständig bleiben, und für SAP wäre OpenText zu groß und heterogen um übernommen zu werden. Übrig blieb von den Gerüchten die Nachricht der Kooperation, die zur Aufnahme von OpenText-Produkten in das SAP-Portfolio führte.
Man muss sich sehr genau ansehen, welche Produkte auf die Preisliste von SAP kommen. Bei sehr vielen Produkten gibt es Redundanz in den Portfolios der beiden Anbieter und so dürfte sicherlich das Thema Archivierung interessant sein. Übrigens nicht zum ersten Mal – bereits vor längerem vertrieb SAP in den USA das IXOS Archiv mit.
FN:
Welche Vorteile hat die Kooperation für OpenText und welche für SAP?
Kff:
Die Vorteile für OpenText liegen auf der Hand. Einfacher kann man seine Lösungen nicht in Unternehmen mit SAP-Fokus hineinverkaufen. Besonders im Bereich der elektronischen Archivierung kann man den Wettbewerb ausstechen.
Für SAP gibt Vor- als auch Nachteile. Einerseits kann man ein gut aufeinander abgestimmtes Portfolio im Compliance- und Collaboration-Bereich ohne eigenen Aufwand anbieten, andererseits dürfte man eine Reihe von Wettbewerbern von OpenText vergrätzen, die sich bisher aufwändig für ihre Schnittstellen ins SAP haben zertifizieren lassen
FN:
Welche Auswirkungen hat das auf den Content-Management-Markt?
Kff:
Für viele Anbieter von Dokumentenmanagement- und Contentmanagement-Lösungen wird es jetzt noch schwieriger etwas neben das SAP-Portfolio zu platzieren. Man muss argumentieren, warum man noch weitere Zusatzsoftware neben SAP benötigt. So werden lediglich aus dem ECM-Umfeld die Bereiche Input- und Output-Management als Subsysteme interessant bleiben – im Bereich von ESB, SOA, Netweaver, Portal, BPM, Records Management etc. ist SAP mehr als gut selbst aufgestellt.
Neben den direkten Auswirkungen auf die Marktbegleiter von OpenText setzt die Initiative von SAP einen Trend fort: auch Oracle, Microsoft und andere Standardsoftware- und ERP-Software-Anbieter setzen auf die Aufrüstung ihrer Produkte mit ECM-Komponenten. Den traditionellen ECM-Anbietern gehen langsam ihre USPs, ihre Unique Selling Propositions, verloren.
© CopyRight ComputerWoche und PROJECT CONSULT 2007
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Seitentitel: Interview_CW_2007, Zitierung: http://www.PROJECT-CONSULT.com/home.asp?SR=841
Zuletzt aktualisiert am: 22.5.2007
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