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BIT-Umfrage "Usability bei ECM-Systemen"
Interview von Anja Berner, Redaktion BIT, mit Dr. Ulrich Kampffmeyer, Geschäftsführer der PROJECT CONSULT Unternehmensberatung GmbH, Januar 2010
(AB: Anja Berner; Kff: Dr. Ulrich Kampffmeyer)


AB:
Welche Bedeutung haben ergonomische Aspekte für Anwender aus Ihrer Erfahrung in der Praxis?
Kff:
Die Ergonomie der Lösung ist zunächst einmal entscheidend für die Akzeptanz der Lösung durch den Endanwender. Zum Zweiten hängt die Effektivität und die Wirtschaftlichkeit direkt von der Ergonomie ab. Mit unergonomischen Oberflächen geht viel Zeit verloren. Zum Dritten ist von der Ergonomie auch die Qualität der Arbeit direkt abhängig. Mit schlecht zu bedienender Software entstehen deutlich mehr Fehler. Viertens verringert ergonomische Software die Schulungsaufwände, da sehr viel intuitiv oder entsprechend an die Denk- und Arbeitsweise des Menschen orientierten Nutzungsmodellen die Nutzbarkeit erleichtert. Fünftens sind bestimmte Grundlagen der Ergonomie auch gesetzlich empfohlen, um den Endbenutzer vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu schützen.
AB:
Ist die Bedienbarkeit von ECM-Systemen ein Wettbewerbskriterium?
Kff:
Die Brauchbarkeit ist ein entscheidendes Kriterium, da gerade Endanwender und Vertreter von Fachabteilungen und Betriebsrat im Gegensatz zu den IT-Verantwortlichen sich von den Oberflächen und der Benutzbarkeit leiten lassen. Es ist sogar festzustellen, dass unsichere und nicht funktional ausreichende Software sich gut verkauft, wenn eine ansprechende, einfach zu bedienende und schnell erlernbare Benutzeroberfläche angeboten wird. So gesehen ist die Ergonomie der Benutzeroberflächen ein Wettbewerbskriterium für die Anbieter. Ergonomische, schnell und sicher bedienbare Software ist aber auch ein Wettbewerbskriterium für den Anwender wenn man z.B. an ein Call-Center oder eine Sachbearbeitung mit intensivem Kundenkontakt denkt.
AB
Welche Hauptanforderungen mit Blick auf die Benutzerfreundlichkeit müssen Ihrer Meinung nach bei ECM-Systemen erfüllt werden?
Kff:
Die Softwareoberflächen von ECM-Produkten sind häufig sehr komplex und unübersichtlich. Für viele Anwendungen würden drei Knöpfe reichen – Information ablegen, Information wiederfinden und Information strukturiert anzeigen. ECM-Software ist auch häufig wenig intuitiv. Die Anwender werden gezwungen in vordefinierten Prozessen oder vorstrukturierten Akten zu „denken“. Ergonomische Software muss intuitiv sein, am Besten ganz ohne Handbuch funktionieren, sie die im Menschen veranlagten Strategien zur Informationsnutzung unterstützen, und sie muss sich an aktuellen, modernen Nutzungsmodellen orientieren.
AB:
Unternehmen Hersteller genügend, um benutzerfreundliche Oberflächen zu entwickeln?
Kff:
Nein, die Anbieter tun nicht genug. Um die Anwendungen akzeptabler zu machen, orientieren sich viele ECM-Anbieter an den am meisten genutzten Anwendungsoberflächen wie Microsoft Windows oder Outlook oder aber am Browser. Die aktuellen Herausforderungen für Benutzeroberflächen kommen aber aus dem Bereich des Web 2.0 und der mobilen Devices wie dem iPhone. Hier werden gänzlich andere Nutzungsweisen gefordert. Bei mobilen Devices schon allein durch die Technik und die Bildschirmgröße bedingt, beim Thema Enterprise 2.0 durch die veränderten Verhaltensweisen der Nutzer, gesteigerte Erwartungen an die Nutzungsmöglichkeiten und andere Formen der Informationsbereitstellung. Von diesen Ansätzen sind die meisten ECM-Produkte noch weit entfernt. Und ECM wird hier nur noch eine Rolle als nicht mehr sichtbare IT-Infrastruktur spielen. Damit erübrigt sich auch die Frage nach der Ergonomie der Oberflächen beim ECM-Hersteller von selbst. Dies zeigt sich auch in den Vertriebsmodellen. Viele Anbieter liefern Infrastruktur und überlassen dann ihren Integratoren die Erstellung und das Design der Anwendungen, Clienten und damit auch der Benutzeroberflächen.
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Seitentitel: Interview_BIT_2010, Zitierung: http://www.PROJECT-CONSULT.com/home.asp?SR=974
Zuletzt aktualisiert am: 28.1.2010
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